Ein Schritt nach vor, zwei zurück

Im Leben läuft nie alles so wie es geplant ist.

Ich hatte die letzten Tage eine schwere Zeit. Meine Oma ist an Weihnachten gestorben. Am Freit hätte sie ihren 90. Geburtstag gehabt. Ich habe gemerkt, dass an diesem Tag wieder alles zusammengebrochen ist. ich hatte das Gefühl, dass ich alle Schritte die ich nach vorne gemacht habe mit einem Mal wieder zurückgegangen bin.

Oft heißt es "Nicht aufgeben, bevor du am Ziel bist". Aber ich glaube da nicht so daran. Wenn dich etwas zerstört, dann hat es keinen Sinn es zu Ende zu führen. Denn warum an Dingen halten, die einem nicht gut tun?

Ein weiterer harter Rückschlag war für mich, dass ich Briefe gefunden habe, die ich in einer sehr schwarzen Zeit geschrieben habe. Sie haben mich beides auf einmal gemacht. Glücklich weil die Zeit vorbei ist und ich in den Briefen immer noch ein kleines bisschen Hoffnung rauslesen konnte, traurig, weil die Zeit nicht schön war. Die Gedanken waren nicht schön meine Handlungen waren nicht schön. Sie wurden aber besser. Aber mit dem finden dieser Briefe bin ich für einen Tag wieder zurückgegangen.

Ein Schritt vor, zwei zurück.

Ich bin nicht stolz darauf. Ich würde gerne jeden warnen, herumlaufen und schreien "tut es nicht! Es zerstört euch!"
Aber wen hält das schon groß ab? Die Meisten haben dann ja genau das als Ziel. Und trotzdem würde ich gerne alle in den Arm nehmen denen es schlecht geht. Ihnen Halten geben und auch eine Schulter zum Ausweinen geben.

Aber oft bin ich dafür selbst noch etwas zu schwach. Manchmal habe ich eben nicht die Kraft dazu. Wenn ich wieder einmal rückwärts gelaufen bin aus der Angst davor etwas Neues zu wagen. Denn oft ist es für mich leichter mich in der Vergangenheit zu verstecken, also offen in die Zukunft zu gehen.

7.3.17 22:41

Letzte Einträge: Zukunft, Zerrissen, Eine ins Leben, Spirale abwärts, Recovery

Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen