Spirale abwärts

Ich finde das Leben ist eine Spirale. Sie kann sich hinaufdrehen aber auch hinab.

Meine dreht sich momentan hinab. Ich fühle mich überfordert, mit allem was ich tue.

Die Spirale dreht sich schneller und schneller

Ich möchte mir Hilfe suchen. Habe jemanden der sich damit auskennt, mir hilft... Und trotzdem fühle ich mich damit überfordert. Wie kann man es Menschen antuen telefonieren zu müssen um sich Hilfe zu suchen? Wie machen das andere Menschen, die nicht - wie ich - die Hilfe einer Sozialarbeiterin haben, die ihnen beim Raussuchen und Telefonieren hilft? Die dabei unterstützt die richtigen Worte zu finden, Termine auszumachen,...

Die Spirale dreht sich schneller und schneller

Ständig fühle ich mich überfordert. Da sollte ich was für die Schule machen aber ich bin mit einer Aufgabe, die ich seit 3 Jahren erledige plötzlich überfordert. Ich sollte was kochen, aber ich bin mit der Auswahl des Essens überfordert.

Die Spirale dreht sich schneller und schneller

 Ich möchte sie aufhalten, stemme mich dagegen, aber momentan ist da nichts zu tun. In einer Woche fliegen wir nach England... Dann komme ich für eine Woche hier raus... Vielleicht hilft das. Vielleicht hält das die Abwärtsspirale auf...

 Aber vielleicht wird dadurch auch alles noch schlimmer...

1 Kommentar 25.3.17 21:45, kommentieren

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Ein Schritt nach vor, zwei zurück

Im Leben läuft nie alles so wie es geplant ist.

Ich hatte die letzten Tage eine schwere Zeit. Meine Oma ist an Weihnachten gestorben. Am Freit hätte sie ihren 90. Geburtstag gehabt. Ich habe gemerkt, dass an diesem Tag wieder alles zusammengebrochen ist. ich hatte das Gefühl, dass ich alle Schritte die ich nach vorne gemacht habe mit einem Mal wieder zurückgegangen bin.

Oft heißt es "Nicht aufgeben, bevor du am Ziel bist". Aber ich glaube da nicht so daran. Wenn dich etwas zerstört, dann hat es keinen Sinn es zu Ende zu führen. Denn warum an Dingen halten, die einem nicht gut tun?

Ein weiterer harter Rückschlag war für mich, dass ich Briefe gefunden habe, die ich in einer sehr schwarzen Zeit geschrieben habe. Sie haben mich beides auf einmal gemacht. Glücklich weil die Zeit vorbei ist und ich in den Briefen immer noch ein kleines bisschen Hoffnung rauslesen konnte, traurig, weil die Zeit nicht schön war. Die Gedanken waren nicht schön meine Handlungen waren nicht schön. Sie wurden aber besser. Aber mit dem finden dieser Briefe bin ich für einen Tag wieder zurückgegangen.

Ein Schritt vor, zwei zurück.

Ich bin nicht stolz darauf. Ich würde gerne jeden warnen, herumlaufen und schreien "tut es nicht! Es zerstört euch!"
Aber wen hält das schon groß ab? Die Meisten haben dann ja genau das als Ziel. Und trotzdem würde ich gerne alle in den Arm nehmen denen es schlecht geht. Ihnen Halten geben und auch eine Schulter zum Ausweinen geben.

Aber oft bin ich dafür selbst noch etwas zu schwach. Manchmal habe ich eben nicht die Kraft dazu. Wenn ich wieder einmal rückwärts gelaufen bin aus der Angst davor etwas Neues zu wagen. Denn oft ist es für mich leichter mich in der Vergangenheit zu verstecken, also offen in die Zukunft zu gehen.

7.3.17 22:41, kommentieren